120 Jahrfeier am 15.09.26

Justus Pförtner

16. September 2026

Rede vom Vorsitzenden Klaus Nebl zum 120-jährigen Bestehen der SPD in Sinzing

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Gäste, meine sehr geehrten Damen und Herren,

heute feiern wir ein ganz besonderes Jubiläum: 120 Jahre SPD in Sinzing. Sie wundern sich wahrscheinlich, warum ich so seltsam gekleidet bin. So sind die Sozis 1906 in Sinzing gestartet, als Arbeiterpartei, sei es als Arbeiter in der Papierfarbrik oder in Ihrer Freizeit als sogenannte „Rote Radler“, deswegen war Sinzing zu dieser Zeit auch als „Das Rote Dorf“ bekannt.

120 Jahre – das bedeutet 120 Jahre Engagement für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Generationen von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich in Sinzing für ihre Gemeinde, für gute Lebensbedingungen und für die Menschen vor Ort eingesetzt.

Zu nennen sind da Namen wie, Rupert Held, der von 1920 bis 1925 der Erste Bürgermeister von Sinzing war, oder Georg Pommer der von 1930 bis 1933 Bürgermeister von Sinzing war, wo er dann als Bürgermeister von den Nazis abgesetzt wurde und anschließend aus Sinzing rausgeworfen wurde. Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen wieder Sozis die Verantwortung, von 1948 – 1950 war Wilhelm Jehl der 1. Bürgermeister von Sinzing, gefolgt von Martin Hacker von 1950 – 1952 als SPD-Bürgermeister von Sinzing. 1986 wurde das Ortsbladl der Sinzinger SPD ins Leben gerufen und unter der Regie von Karl Geim, Georg Wandinger und Jürgen Rettberg brachte man es immerhin auf eine Auflage von 2.000 Stück.

In der jüngsten Vergangenheit sind Namen zu nennen, wie Alois Renner, der 35 Jahre im Gemeinderat war und von 2008 bis 2024 der 2. Bürgermeister von Sinzing war. Weitere Namen sind, der Landtagsabgeordnete Jochen Wahnschaffe aus Eilsbrunn, der von 2008 bis 2012 Mitglied des Gemeinderates war, Prof.Dr. Wiegard weit über die Grenzen Sinzings im ganzen Bundesgebiet bekannt als Wirtschaftsweiser für die damalige Bundesregierung um Kanzler Schröder, er war von 2014 bis 2020 Gemeinderat , Hans Dechand, der von 1995 bis 2019 Gemeinderat war und Tim Freundorfer, Gemeinderat aus Viehhausen, der bis 2026 Mitglied im Gemeinderat war.

Zu nennen ist aber auch Peter Brünnsteiner, der mit nur 100 Stimmen bei den Bürgermeisterwahlen 2002 gegen Franz Xaver Wiesner unterlag.

Und last-but-not-least die augenblicklichen Mitglieder des Sinzinger Gemeinderates, Maresa Salvermoser und Klaus Nebl.

Wer sich für diese Sinzinger Geschichte genauer interessiert, dem empfehle ich die SPD-Festschrift, die Ursula Bromberger und Peter Bromberger für die Sinzinger SPD und für Sie erstellt haben.

In den 120 Jahre hat sich vieles verändert. Aber eines ist gleich geblieben: Wir wollen unsere Heimat gestalten und nicht einfach nur zuschauen. Ob es um bezahlbares Wohnen, gute Bildung, soziale Sicherheit, eine starke Gemeinschaft oder eine lebenswerte Zukunft für und in Sinzing geht – sozialdemokratische Politik bedeutet: Sinzing gemeinsam gestalten – Zukunft gemeinsam erleben.

Ich bin richtig stolz auf diese unsere Partei, die nun 120 Jahre SPD in Sinzing feiern darf, mit Laura Salvermoser, mit Peter Bromberger, mit Helmut Weiss und Tim Freundorfer, Ursula Bromberger und Maresa Salvermoser im Vorstand.

Stolz auch deswegen, weil es uns 120 Jahre gibt und wir nie unseren Namen ändern mussten.

120 Jahre SPD in Sinzing sind deshalb nicht nur ein Grund, zurückzublicken. Sie sind vor allem ein Auftrag für die Zukunft.

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zu 120 Jahren SPD in Sinzing! Auf unsere Geschichte, auf unsere Gemeinschaft und vor allem auf die Zukunft!

Glück auf!

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